Der starke Schweizer Franken – was Berater und Experten empfehlen

Auswertung von Fachartikeln Schweiz zum Thema Frankenstärke 2012

Die genauere Betrachtung der Empfehlungen, welche Berater, Professoren und Vertreter von Wirtschaftsverbänden den Unternehmen im Umgang mit dem starken Franken abgeben, fördert einen erstaunlichen Befund zu Tage: Nur gerade 5% der strategischen Massnahmen betreffen den Aufbau und das Ausschöpfen von Mitarbeiterpotenzialen. Angesichts der komparativen Vorteile der Schweiz mit einem starken Bildungs- und Forschungsbereich und der wachsenden Fokussierung der Schweizer Wirtschaft auf Qualitätsmärkte wäre zu erwarten gewesen, dass dieser Aspekt eine höhere Aufmerksamkeit erhalten würde.

oder anders dargestellt:Strategien_der_Gewinner

Die weitaus grösste Anzahl der vorgeschlagenen Massnahmen auf strategischer Ebene betreffen mit 49% die Steigerung und Verbesserung der Produktivität. Innovationen als Massnahmen kommen auf 24%, sind aber generell sehr allgemein gehalten. Bescheidene 22% beziehen sich auf die Suche nach neuen Märkten, nach Wachstumsmärkten und Nischen. Massnahmen in diesen Bereichen sind ohne Zweifel unumgänglich und richtig. Denn hohe Produktivität und eine hervorragende Positionierung in den richtigen Märkten  bilden zwei der Grundsäulen erfolgreicher Unternehmensstrategien. Gewinnerstrategien aber, wie sie etwa Geberit und Rieter erfolgreich praktizieren, beruhen noch auf einer dritten, ebenso wichtigen Säule: dem Aufbau von Know-how und Kompetenzen und damit dem Einbezug und der Motivation der Mitarbeiter.

Die Kompetenzen eines Unternehmens bestehen nicht nur aus der Führerschaft in der Technologie, sondern aus dem gesamten Wissen der Organisation. Und dazu zählen ganz wesentlich auch das Wissen und die Erfahrungen der Mitarbeiter. Denn wer kennt die Kunden und Märkte besser als die eigenen Vertriebsmitarbeiter, Serviceleute und Techniker? Anscheinend wird dieses Potenzial viel zu wenig berücksichtigt, besonders wenn es um die Entwicklung der Unternehmensstrategie geht.

Die Beteiligung der Mitarbeiter an der Entwicklung der Strategie erschliesst dem Betrieb ein enormes Potenzial an Know-how und hat gleichzeitig einen zweiten, ebenso wichtigen Effekt. Mitarbeiter, die an der Entwicklung einer Strategie mitgearbeitet haben, wollen diese auch umsetzen. Der Aufwand für Change Management lässt sich signifikant reduzieren. Das Vorgehen bringt Begeisterung und Leidenschaft in die Organisation. Ein Unternehmen, das so zu einer „Passion Company“ (Heike Bruch) wird und gezielt auf seine Kernkompetenzen setzt, verfügt über sämtliche Trümpfe, um auch bei anhaltender Frankenstärke auf den internationalen Märkten erfolgreich zu bestehen.

Donwload der Grafiken in PDF Innovation_Schweiz_Furger

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